Otopexie

Korrektur abstehender Ohren

 

Ohren stehen meist deshalb ab, weil der Knorpel der Ohrmuschel zu stark gewölbt
und zu wenig gefaltet ist. Da das Wachstum der Ohrmuschel nach dem 5. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen ist, darf ein korrigierender Eingriff dieser Deformität vor
Eintritt in die Schule erfolgen. Vorausgesetzt, dass dies der Wunsch des Kindes selber
ist und es nicht von den Eltern gedrängt wird.

 

Der 90 Minuten lange Eingriff wird
ambulant durchgeführt und findet auch bei den jüngsten Klienten problemlos unter lokaler Betäubung statt.

 

Nach Erfolg der Fotodokumentation wird eine Hautincision hinter der Ohrmuschel durchgeführt und überschüssige Haut und Knorpel werden entfernt (Bild 1).

 
Mit einigen Nähten wird dann die Ohrmuschel so umgeformt bis die fehlenden Falten rekonstituiert sind und das Ohr anliegt (Bild 2 und 3).

 

Eine perfekte Symmetrie beider Ohrmuscheln ist chirurgisch nicht zu erreichen und würde unnatürlich aussehen. Postoperativ wird als Schutz einen Ohrverband Tag und Nacht während drei Tagen getragen und anschliessend für 3 Wochen nur noch in der Nacht.

 

Die Fadenentfernung erfolgt 3 Wochen postoperativ. Die Operation erfolgt unter antibiotischer Abschirmung. Leichte postoperative Schmerzen sind normal und können mit üblichen Schmerzmitteln behandelt werden. Als abschwellende Massnahme sollte man während ca. 3 Wochen nie ganz flach liegen (Kopf erhöht). Die Otopexie darf in jeder Jahreszeit durchgeführt werden, obwohl in den ersten 3 Monaten nach dem Eingriff grosse Sonnenexposition vermieden werden sollten.

 

Es handelt sich um keine kassenpflichtige Operation. Jedoch beteiligen sich auf Anfrage gewisse Krankenkassen an den Kosten.

Die Invalidenversicherung übernimmt die Kosten bei Deformitäten wie Klappohren, Katzenohren und auriculären Anhänge bis zum 20. Lebensjahr, aber nicht bei der Korrektur von normal abstehenden Ohren.

 

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